Hansestadt Wismar

Ostseeluft und Tradition - eine Stadt mit Geschichte

Auch die nähere Umgebung gilt es zu erkunden...

Eine Perle an der mecklenburgischen Ostseeküste ist die Hansestadt Wismar. Mit ihrem gut erhaltenen historischen Stadtkern weist die Hansestadt bis heute auf ihre Bedeutung im Mittelalter hin.

Wahrscheinlich wurde die Stadt im Jahre 1226 von dem Fürsten Heinrich Borwin I., Herr zu Mecklenburg gegründet. Wenig später schon wurde Wismar Mitglied im Hansebund, einer stolzen und mächtigen Städtevereinigung zum Schutz vor Seeräubern.
Bis heute sind die Farben weiß und rot im Wappen vieler Hansestädte zu finden und die hanseatischen Traditionen sind auch in Wismar noch lebendig. Seit 1990 trägt Wismar wieder den Titel Hansestadt und einige Gebäude aus der Zeit der Hanse weisen auf den ehemaligen Reichtum der Stadt noch heute hin.
Wismars Stadtkern ist einer der besterhaltenen Europas und bietet dem Besucher Geschichtliches auf Schritt und Tritt.
Der quadratische Marktplatz Wismars ist der größte Norddeutschlands mit seinen ungefähr 10.000 Quadratmetern. In seiner Mitte befindet sich die bekannte Wasserkunst aus dem Jahre 1602, die von dem Baumeister Philipp Brandin über den hölzernen Brunnen gebaut wurde. Die Wasserkunst diente den Bürgern damals zur Wasserversorgung.
Am Marktplatz befindet sich auch das Wahrzeichen der Hansestadt, der Alte Schwede, ein Bürgerhaus aus dem Jahre 1380. Das gotische Backsteingiebelhaus ist das älteste erhaltene Bürgerhaus Wismars. Auch das Reuterhaus verdient Beachtung. Das Haus des mecklenburgischen Heimatdichters Fritz Reuter war stark verfallen und wurde daher 1988 komplett neu nach historischen Vorlagen rekonstruiert.
Am Lindengarten steht der letzte erhaltene Wehrturm der ehemaligen Stadtmauer. Bis Ende des 19. Jahrhunderts diente er noch als Wasserturm.
Von den ehemaligen 5 großen Toren der Stadtmauer ist noch das 1450 erbaute Wassertor mit seinen spätgotischen Giebeln erhalten. Der Name verweist auf die Lage des Tores zum alten Hafen hin. Die Lage in der Wismarer Bucht machte die Stadt schon zu Gründungszeiten zum idealen Handelsplatz.
Der Lohberg am alten Hafen mit seinem 1452 erbauten Brauhaus gehört mit zu den schönsten Strassen der Stadt. Sie lädt Besucher mit Restaurants und Bars zum Bummeln ein. Seit 1995 wird auch wieder Bier im alten Brauhaus gebraut.
Wismars Kirchen prägen das Gesicht der Stadt und weisen auf ihre Blütejahre hin. Die Heiligen Geist Kirche, zum Beispiel aus dem 14. Jahrhundert bietet den Besuchern schöne, barocke Deckenmalereien und einen sehenswerten Altar.
Die Hansestadt Wismar bietet mit seinen Sehenswürdigkeiten und Attraktionen, wie dem jährlich im September stattfindenden Schwedenfest oder die Hafentage, ein lohnendes Ausflugsziel.
Wismar liegt 70 km von der Hansestadt Lübeck und etwa 60 km von der Hansestadt Rostock entfernt. Schöne Fahrradwege bieten sich zum Beispiel für Touren von Kühlungsborn nach Wismar an, die auf 44 km Länge über Rerik und Stove führen, wo es sich lohnt, die Stover Windmühle aus dem Jahre 1889 zu besichtigen. In Wismar wird der Besuch in der Hansestadt dann vielleicht mit einem kühlen, frischen Wismarer Bier belohnt.

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